OpenAI hat mit "Operator" einen neuen, autonomen KI-Agenten vorgestellt, der eigenständig Aufgaben im Web erledigen kann. Die Technologie basiert auf dem "Computer-Using Agent" (CUA)-Modell, das in der Lage ist, mit grafischen Benutzeroberflächen zu interagieren, so wie ein Mensch es tun würde. Operator kann also klicken, tippen, scrollen, Formulare ausfüllen und sogar Bestellungen auf Webseiten durchführen.
Statt nur auf Anfragen zu antworten, führt Operator eigenständig Aktionen aus. Damit könnte die KI beispielsweise:
Laut OpenAI soll Operator besonders für Geschäftsprozesse, Verwaltung und alltägliche digitale Aufgaben nützlich sein.
Operator nutzt fortschrittliche Reinforcement Learning-Techniken und trainiert sich selbst durch Interaktion mit realen Webseiten und Anwendungen. Statt nur mit Text oder Code zu arbeiten, kann Operator direkt mit Benutzeroberflächen interagieren, ähnlich wie ein Mensch, der einen Computer bedient.
Besonders spannend ist, dass der Agent über längere Zeiträume Aufgaben ausführen kann, anstatt sofort eine Antwort zu liefern. Das macht ihn zu einem der leistungsfähigsten KI-Agenten, die aktuell verfügbar sind.
Derzeit befindet sich Operator in einer "Research Preview" und ist exklusiv für Pro-Nutzer*innen in den USA verfügbar. Der Zugang erfordert ein kostenpflichtiges Abonnement von ca. 200 US-Dollar pro Monat, was den Service vorerst nur für Unternehmen oder besonders engagierte Early Adopters interessant macht.
Bislang konnten KI-Modelle wie ChatGPT oder Claude hauptsächlich beraten und Texte generieren, während User selbst aktiv werden mussten, um Aktionen umzusetzen. Operator geht einen Schritt weiter und übernimmt eigenständig die Arbeit.
Damit rückt die Vision eines digitalen KI-Assistenten, der sich um wiederkehrende Aufgaben im Alltag kümmert, einen großen Schritt näher. In Zukunft könnte ein KI-Agent nicht nur Erinnerungen setzen, sondern selbstständig Meetings organisieren, Rechnungen bezahlen oder Buchhaltungsaufgaben übernehmen.
Natürlich wirft diese Technologie ethische und sicherheitstechnische Fragen auf. Wie gut kann Operator zwischen legitimen und betrügerischen Webseiten unterscheiden? Welche Datenschutzmaßnahmen sind nötig, wenn eine KI eigenständig im Internet agiert? OpenAI betont, dass Operator aktuell unter strenger Überwachung und mit Sicherheitsrichtlinien trainiert wird, um Missbrauch oder Fehlverhalten zu vermeiden. Das ist wohl auch ein bedeutender Grund dafür, dass das "Operator"-Feature noch nicht in Europa verfügbar ist.
Mit Operator zeigt OpenAI, dass KI nicht nur passiv helfen, sondern in Form von KI-Assistenten und KI-Agenten aktiv handeln kann. Auch wenn die Technologie noch in einer frühen Phase ist, wird sie in wenigen Jahren alltägliche digitale Arbeiten automatisieren und unsere Produktivität revolutionieren.
Operator ist hierzulande leider (noch) nicht verfügbar. Wer aber bereits jetzt KI-Assistenten in seinem Unternehmen einsetzen möchte – etwa zur Automatisierung von Kundenanfragen oder Terminbuchungen – kann unseren GDPR-konformen KI-Telefonassistenten ausprobieren. Unternehmen, die heute beginnen, KI in ihre Prozesse zu integrieren, sind besser auf die kommende KI-Revolution vorbereitet.
Falls du mehr über die Hintergründe und Funktionsweise erfahren willst, schau dir diese Artikel an: